RADIO ISLAM
Bücher von Ahmed Rami:
Ein Leben für Freiheit
Ein moderner Hexenprozess

RAMII
Ahmed Rami

Die Macht der Zionisten
Deutsche Übersetzung: Jürgen Graf
Kultur Verlag, Box 316, 101 26 Stockholm.
Ahmed Rami (Email ) is the founder of the Radio station Radio Islam
Address: Box
316, 10126 Stockholm, Sweden. Phone: +46 708 121240

Der Zionismus besteht aus einem unsichtbaren, aber grossen und mächtigen Imperium von Finanz- und Industrieleuten, einem Imperium, das man auf keiner Weltkarte verzeichnet findet, das aber sehr wohl existiert und überall im kapitalistischen Lager operiert. Die Zionisten unter den US-Juden besitzen 80% der lokalen und internationalen Informationsorgane.


Das vorliegende Buch ist eine Herausforderung an unser gewöhnliches politisches Denken. Ist die Wirklichkeit hinter der "demokratischen" Fassade etwas ganz anders als die Auffassung, die uns durch die Massenmedien beigebracht worden ist? Nach dem Verfasser leben wir schon unter der getarnten Diktatur gewisser zionistischer Multimilliardäre, die durch ihre Kontrolle über die Meinungsindustrie eine furchtbare Macht ausüben und sogar konspirieren, um die Menschheit in einer totalitären "Neuen Weltordning" zu versklaven. Das ganze politische System in den USA zum Beispiel steht schon unter der Herrschaft der Zionisten, und dieses Land kann nunmehr als eine Kolonie unter Israel betrachtet werden! Als junger Panzeroffizier in Marocko beteiligte sich Ahmed Rami Anfang der 70-er Jahre in zwei Versuchen, die korrupte königliche Diktatur zu stürzen und musste ins Ausland fliehen. Er ist jetzt schwedischer Staatsbürger und führt als islamischer Aktivist einen zielbewussten Kampf für Meinungsfreiheit und soziale Gerechtigkeit.



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Ahmed Ramis
Idealismus
von Pravda


Ahmed Rami Teilnehmer an zwei
StaatscoupversuchenInterviewt
von Mustapha Tossa



Vom Wesen des Zionismus

Das Thema, worum es im vorliegenden Buch geht, ist in Schweden, wie auch in anderen westlichen Ländern, tabu: Der Zionismus, das Judentum und der jüdische Staat Israel mit seiner Scheindemokratie. An diesem Tabukomplex wagen die Medien nicht zu rühren, und es gibt keine öffentliche Debatte darüber. Dies geht aus folgenden Tatsachen hervor, die jeder von uns gut kennt:

Das Thema, worum es im vorliegenden Buch geht, ist in Schweden, wie auch in anderen westlichen Ländern, tabu: Der Zionismus, das Judentum und der jüdische Staat Israel mit seiner Scheindemokratie. An diesem Tabukomplex wagen die Medien nicht zu rühren, und es gibt keine öffentliche Debatte darüber. Dies geht aus folgenden Tatsachen hervor, die jeder von uns gut kennt:

Wir dürfen die christlichen Glaubenslehren, den Kapitalismus und den Marxismus nach Herzenslust kritisieren und verdammen. Wir dürfen die Gesellschaftsordnung der UdSSR, der USA und Südafrikas anprangern. Wir dürfen für die Anarchie oder die Monarchie die Werbetrommel rühren und uns auch gegen jede Form von Regierung und Gesellschaft wenden - und dies alles, ohne mehr zu riskieren, als dass man uns in einer Polemik oder Diskussion entgegentritt.

Doch für ein Thema gilt diese Meinungsfreiheit nicht: Analysiert man die Wurzeln des Zionismus und stellt man dessen Ideologie sowie seine Herrschaft über Palästina grundsätzlich in Frage, so hat man gegen ein geltendes Tabu verstossen; man hat etwas Ungebührliches, ja sogar Verbrecherisches getan. Man ist dann kein Fall für politische Diskussionsrunden mehr, sondern einer für den Staatsanwalt.

Als demokratischer Antizionist wird man nicht nur persönlich verleumdet und mit den wahnwitzigsten Verdächtigungen überhäuft, sondern man gerät allzu leicht in Konflikt mit der Justiz und läuft Gefahr, als Missetäter vor den Kadi gezerrt zu werden. Darüber hinaus wird man als Wirrkopf und Verrückter beschimpft.

Die in jeder Demokratie vollkommen legale Kritik am politischen Widersacher wird hier zu etwas Anrüchigem, Bösartigen und geradezu Kriminellem. Paradoxerweise wird man sogar bezichtigt, gegen die Demokratie zu verstossen, die man doch in Tat und Wahrheit verteidigen will.

Der Zionismus ist nämlich sowohl in seiner Theorie als auch in seiner Praxis eine demokratiefeindliche Erscheinung, ist er doch extrem chauvinistisch, rassistisch und übt nackte Gewalt gegen ein anderes Volk aus, indem er Palästina im Namen der Auserwähltheit des jüdischen Volkes widerrechtlich besetzt hält und seine alteingesessene Bevölkerung unterdrückt.

Der Verfasser dieses Buches kann aus eigener Erfahrung ein Lied davon singen, wie es einem Kritiker der zionistischen Macht ergeht. Er wurde wegen "Hetze gegen eine Volksgruppe" gerichtlich verfolgt und sieht sich ständigen Diffamierungen ausgesetzt. In der Presse bezeichnet man ihn als "rabiaten Antisemiten", als "treuen Gefolgs-mann der nazistischen Judenschlächter" und was der Freundlichkeiten mehr sind.

Dass jeder, der die rassistische Herrenmenschenideologie der Zionisten und den Okkupantenstaat Israel kritisch unter die Lupe nimmt, "die Juden ausrotten" will, ist ein in der zionistischen Gruselpropaganda ständig wiederkehrender Refrain, eine Lüge, der so mancher Journalist und Autor aufgesessen ist.

Man fühlt sich um viele Jahrhunderte zurückversetzt, in die Zeit der Kreuzzüge oder der grossen Religionskriege, als nicht nur unzählige Menschen, sondern sogar ganze Völker von religiösem Fanatismus besessen waren und in jedem "Ungläubigen", "Ketzer" oder "Papisten" einen leibaftigen Satan erblickte, den es gnadenlos asuzumerzen galt, sei es, indem man ihn mit Hilfe von Foltergeräten "zum rechten Glauben bekehrte" oder sei es ganz einfach dadurch, dass man ihn um einen Kopf kürzer machte.

Wie ist dies alles in unserer Zeit möglich, die man doch so gerne als Zeit der Aufklärung preist, in der die Vernunft als das Allerhöchste dargestellt wird und in der die Wissenschaft so hoch im Kurs steht, dass man ihr zutraut, so gut wie alle Zwistigkeiten und Probleme zu lösen?

Warum ist ausgerechnet ein ganz bestimmter Staat, nämlich der Judenstaat Israel mit seiner ihn tragenden Ideologie, dem alttestamentarisch sanktionierten Zionismus (zu dessen Grundsätzen die Lehre von der Auserwähltheit des jüdischen Volkes und vom Gelobten Land gehört), sakrosankt geworden und über alle Kritik erhaben? Weswegen sind Israel und der Zionismus (eine die ganze westliche Welt umspannende Bewegung) unantastbar, ja eine heilige Kuh?

Lässt sich eine solche Einstellung wirklich mit jener politischen Klarsicht vereinbaren, die erforderlich ist, um konstruktive Lösungen für den Palästinakonflikt zu finden? Und wie passt dies alles denn eigentlich zur demokratischen Meinungsfreiheit und zum Prinzip der menschlichen Würde, das man doch sonst als Gegengewicht gegen totalitäre Versuchungen und öden geistigen Konformismus so hochhält?

Diese heiklen Fragen sind es, die in diesem Buch aufgegriffen werden. Ich danke all jenen Freunden sehr herzlich, die mir beim Sammeln von Fakten sowie bei der korrekten sprachlichen Formulierung behilflich gewesen sind. Ohne ihre wertvollen Anregungen und ihre Unterstützung wäre dieses Buch nicht zustande gekommen. Mein aufrichtiger Dank gilt auch jenen, die sich für Interviews mit Radio Islam zur Verfügung gestellt und damit zu einer konstruktiven Debatte beigetragen haben.

 

(Index)

Völkermord an Palästinensern

Die lebhafte, ja hitzige Debatte über den Palästinakonflikt geht unvermindert weiter. Doch der aufmerksame Beobachter stellt fest, dass es eine im Grunden merkwürdige, ja gespenstische Debatte ist, nämlich weitgehend eine zwischen den Freunden Israels über Israels interne Krise geführte. Die Diskussionsteilnehmer machen sich ihre Gedanken darüber, wie Israel seine inneren Schwierigkeiten am besten lösen kann, um als jüdischer Staat zu überleben.

Die Palästinenser, denen die zionistischen Eindringlinge aus aller Herren Länder ihre Heimat gestohlen haben und die sich allerlei schlimmen Übergriffen ausgesetzt sehen, spielen bei dieser Presse-debatte eine ganz stiefmütterliche Rolle. Sie sind eine gesichtslose, unpersönliche Masse: junge Männer und sogar Frauen mittleren Alters, die Steine werfen; der eine oder andere Greis, der wehmütig über den kleinen Bauernhof mit Obst- und Olivenbäumen spricht, den er und seine Familie einmal besassen, den sie aber schon längst verloren haben, weil sie inzwischen als Fremdlinge in irgendeinem gott-verlassenen Flüchtlingslager hausen müssen.

Unter den Palästinensern treffen wir in den Fernsehsendungen und übrigen Medienberichten keine leidenschaftliche, starke Persönlichkeit-en an - möglicherweise mit Ausnahme Yassir Arafats, der aber eine zwielichtige Rolle spielt und den grössten Teil seiner Zeit auf Reisen verbringt, der, als Führer der Palästinenser dargestellt, seine Erklär-ungen abgeben darf, jedoch in einer wirklichkeitsfremden Traumwelt zu leben scheint.

Die Palästinenser sind ein Fünfmillionenvolk mit hohem Bildungsniveau und vielen kompetenten, hochqualifizierten Akademikern, Schrift-stellern und Publizisten, unter denen sich zahlreiche starke, vehement für die Sache ihres Volkes eintretende Persönlichkeiten befinden. In den schwedischen Medien werden sie zur anonymen Masse.

Welch schroffer Gegensatz zu den Juden Israels und anderer Länder! Diese werden als Volk vorgestellt, das im Lauf seiner Geschichte immer wieder ohne eigene Schuld unsagbar gelitten hat und allen erdenklichen Verfolgungen unterworfen war. Zudem werden sie als einzigartig begabte, von hehrem Humanismus geprägte und in unzähligen Fällen auch geniale Personen präsentiert, als Zierde des Menschengeschlechts gewissermassen. Dieses Bild von den Juden entspricht voll und ganz der Vorstellung von Gottes eigenem auserwähltem Volk.

Was israelische Schriftsteller fühlen und denken, gilt stets als ungemein wichtig. Grösste Aufmerksamkeit wird all dem gewidmet, was sie über ihre psychischen Leiden und über Israels Seele zu Papier bringen, denn Israels Seele ist schliesslich die Seele der Menschlichkeit. Für palästinensische Autoren interessiert sich fast niemand.

Man beachte: auf diese Weise wird ein Volk zugrunde gerichtet. Völkermord bedeutet nicht bloss die physische Ausrottung der Angehörigen eines gewissen Volkes, denn dieses lebt weiter, solange ein Teil von ihm überlebt, der seine Volksseele, seine Traditionen und geistigen Errungenschaften bewahrt. Die Juden klagen immer darüber, sie seien von einem "Holocaust" betroffen worden (auf schwedisch "Förintelse", Vernichtung).

Dies trifft aber weder im tieferen noch im eigentlichen Sinne zu. Die grosse Mehrheit des Weltjudentums lebte während des 2. Weltkriegs in Amerika, im Britischen Weltreich, in der Sowjetunion hinter der Front usw. und konnte also ganz unmöglich einem "Völkermord" zum Opfer fallen. Auch von den Juden im deutschen Machtbereich überlebte ein sehr grosser Teil, darunter Hunderttausende von KZ-Häftlingen.

(Anmerkung des Übersetzers: Nahum Goldmann, langjähriger Vorsitzender des Jüdischen Weltkongresses, schreibt in seinem Buch Das Jüdische Paradox - Europ. Verlagsanstalt, 1978, S. 263, nach dem Krieg habe es 600'000 ehemalige jüdische KZ-Häftlinge gegeben; wie passt dies eigentlich zur These, die Deutschen hätten die vollständige physische Ausrottung der Juden geplant?).

Vor allem aber: das jüdische Kulturerbe und die jüdischen Traditionen überlebten nicht nur, sie wurden nach dem Krieg stärker als je zuvor und üben in der westlichen Welt einen ungemein grossen Einfluss aus, vor allem in den USA und dann natürlich im von den Zionisten eroberten Palästina.

Nein, die Juden hatten während des Nationalsozialismus wohl unter schweren Verfolgungen zu leiden, doch wurden sie nicht zu Opfern eines Völkermords. Hingegen sind sie es - und darin liegt die tragische Ironie des Schicksals! - die mittels ihrer zionistischen Ideologie Völkermord an den Palästinensern begehen, und zwar nicht nur dadurch, dass sie diesen ihr Land weggenommen haben, sondern auch dadurch, dass sie die zurückgebliebenen Angehörigen des palästinens-ischen Volkes aufs allerschändlichste demütigen.

Das zionistische Israel und seine Propagandisten in der ganzen westlichen Welt, nicht zuletzt auch in Schweden, machen sich eines heimtückischen, wirklichen Völkermords an den Palästinensern schuldig, indem sie diesen ihre Seele stehlen. Sie reduzieren diese in ihrer Mediepropaganda zu einer entpersönlichten Masse, in der man als Konsument die Seele der Palästinenser unmöglich in lebenden, starken Persönlichkeiten erkennen kann, welche dieses Volk repräsentieren.

Mit Fug und Recht erregen sich viele über Israels fehlenden Willen, die seit einem Vierteljahrhundert okkupierten palästinensischen Gebiete im Westjordanland und im Gazastreifen zurückzugeben. Noch grössere Entrüstung weckt in der Öffentlichkeit das brutale Benehmen der israelischen Soldaten gegenüber der wehrlosen Zivilbevölkerung, die aufs schwerste zu leiden hat: Viele Palästinenser wurden kaltblütig ermordet, ungleich mehr, wahrscheinlich geht ihre Zahl in die Zehntausende, wurden verletzt oder gar zu Krüppeln. Schwangere Frauen wurden so roh misshandelt, dass sie Fehlgeburten hatten. Dazu kommt, dass die Palästinenser unter der israelischen Besatzung in ständigem Furcht und Schrecken leben, was zwangsläufig dazu führt, dass sie immer verzehrenderen Hass auf Israel und die Juden empfinden. Dies alles voll und ganz zu verstehen, ist uns wohl kaum möglich, da wir es ja nur aus zweiter Hand wissen und nicht selbst erfahren haben.

Die unmenschlichen Übergriffe der Israelis gegenüber der palästinensischen Zivilbevölkerung sind ja am Fernsehen so drastisch dokumentiert worden, dass man grösste Erregung dabei empfindet und zutiefst bedauert, nichts dagegen tun zu können. Doch allzu wenige begreifen den noch verhängnisvolleren kulturellen Vernichtungs-feldzug, den die Zionisten führen. Im Westen, auch in Schweden, töten die Medien gewissermassen die palästinensische Volksseele, indem sie die Palästinenser - sei es nun bewusst oder unbewusst - ihrer Individualität entkleiden und als dumpfe Masse darstellen, mit der man wohl vorübergehendes Mitleid empfinden, sich jedoch niemals identifizieren kann. Einem Menschen seine Individualität und Seele nehmen heisst ihn morden. Ein ganzes Volks seiner starken, lebendiger Vertreter zu berauben, heisst ihm seine Seele stehlen und es so zu einem Nichts werden lassen.

Erinnern wir uns doch daran, was die von den westlichen Medien als "Mutter Courage" gefeierte Golda Meir einst sagte: "Es gibt keine Palästinenser." Eine solche Leugnung der Existenz jenes Volkes, dem Golda Meir und Konsorten sein Land geraubt haben, ist Völkermord auf geistiger Ebene: Ein Volk nimmt einem anderen Volk das Land weg und erklärt dann, jenes andere Volk habe nie existiert. Dahinter steckt natürlich Berechnung. Wenn es die Palästinenser nie gab, konnten die Zionisten ihnen ja ihr Land nicht wegnehmen, im Jahre 1948 keine 750'000 Palästinenser vertreiben und die zurückgebliebenen unterdrücken. Es gibt die Palästinenser ja nicht; sie sind blosse Phantome, entmenschlichte Wesen, die dem auserwählten Volk im auserwählten Land im Wege stehen - in Palästina, wo die Zionisten ihren Staat Israel errichtet haben. Israel bedeutet übrigens "Volk, das mir Gott kämpft" - man vergleiche die Torah, das l. Buch Mose, Kapitel 32, Verse 24 bis 28.

Denken wir daran zurück, wie Israels damalige Premierministerin, Golda Meir, für die es kein palästinensisches Volk gibt, in der westlichen Welt, nicht zuletzt hier in Schweden, über den grünen Klee gelobt wurde. War sie nicht der Inbegriff der edlen jüdischen Mutter-gestalt, eine unermüdliche Kämpferin für Israel und für alle Juden der Welt?

Die weinende Golda Meir, die fröhliche und schalkhafte Golda Meir, die mutige Streiterin für soziale Gerechtigkeit, die in Russland geborene und dann in den USA aufgewachsene Golda Meir, welche die erhabene zionistische Idee von einem jüdischen Staat begierig aufgriff, fleissig in einem Kibbutz arbeitete und sich selbstlos der israelischen Arbeiterbewegung anschloss!

Im amerikanischen Fernsehen wurde, sicherlich nach Absprache mit zionistischen Propaganda-Experten, ein rührender, mehrteiliger Film über Golda Meirs Leben gezeigt, in der Ingrid Bergman die Hauptrolle spielte. Ingrid Bergman drückte in einem Interview ihre Rührung und Dankbarkeit darüber aus, dass sie Golda spielen durfte.

So arbeitet die Zionistenpropaganda: sie verherrlicht die Juden als grosse, warm-herzige, edel kämpfende Persönlichkeiten, während die Palästinenser - wie die Araber ganz allgemein - alles mögliche sind, nur nicht gross, gut und edel. Sie werden, wie bereits erwähnt, als anonyme Masse gezeigt, oder aber man stellt sie uns als grausame, ränkeschmiedende, ständig miteinander zankende Politiker dar, dunkelhäutig und von höchst zweifelhaftem Charakter. Oder dann sind sie Ölscheichs, schräge Fürsten mit eleganten Cadillacs und einem allerdings nie konkret gezeigten Luxusharem im Hintergrund, steinreich, aber Typen, mit denen nicht gut Kirschen essen ist.

Palästinensische Persönlichkeiten? Ja, gibt es denn überhaupt so etwas? In den von der zionistischen Propaganda beeinflussten westlichen Medien bilden die Palästinenser nur einen Teil der arabischen Menschenflut, die uns entweder als rasende Meute oder aber als eine Ansammlung betender Greise in irgendeiner dunkeln Moschee präsentiert wird. In diesen Medienbildern kann man die Palästinenser nicht als eigenständiges Volk erkennen, viel weniger noch als grosses und tragisches Volk. Und genau das bezweckt dieser geplante zionistische Völkermord an den Palästinensern!



Zitat aus der Zeitschrift Judisk Krönika (Jüdische Chronik), Nr. l, Februar 1988:

In einem zuhanden der Sozialistischen Internationale angefertigten Bericht über den Antisemitismus in der UdSSR wird ein Artikel aus einer Sowjetzeitung zitiert, wo man folgendes lesen kann:

"Der Zionismus besteht aus einem unsichtbaren, aber grossen und mächtigen Imperium von Finanz- und Industrieleuten, einem Imperium, das man auf keiner Weltkarte verzeichnet findet, das aber sehr wohl existiert und überall im kapitalistischen Lager operiert. Die Zionisten unter den US-Juden besitzen 80% der lokalen und internationalen Informationsorgane."

Ungefähr gleichzeitig schreibt Sigbert Axelson in der Zeitschrift Kristet Forum (Christliches Forum) folgendes:

"Die Zionisten dominieren die Medien der westlichen Welt total, und sie sind sich ihrer diesbezüglichen Hegemonie sehr sicher. Sie sind grimmig entschlossen, zu verhindern, dass die breite Öffentlichkeit objektiv informiert wird, und gewöhnlich gelingt ihnen dies auch."

In einem neulich erschienenen Buch des früheren Nahost-korrespondenten der Zeitung Dagens Nyheter Åke Ringberg, das den Titel Blodet i Beirut (Das Blut in Beirut) trägt, schreibt der Autor über die jüdische Minderheit in den USA. Die Machtstellung der Juden sei

"eine Bedrohung für die Meinungsfreiheit und den freien Informationsfluss", und diese Bedrohung nehme die Form von "Mord, Morddrohungen, Brandstiftung, Beleidigungen, Sprengung von Versammlungen" etc. an.

Radio Islam hat es so formuliert: Die zionistische Propaganda hat die wichtigsten Medien unter ihre Kontrolle gebracht. Dies bedingte sorgfältige vorbereitende Massnahmen:

"Die Zionisten halten fast den ganzen amerikanischen Film, das Fernsehen, die Presse sowie die Bücherproduktion in ihrem Würgegriff, und all diese Erzeugnisse werden weltweit verbreitet. Auch in Schweden haben die Zionisten ihre treuen Gefolgsleute zielstrebig in strategisch wichtigen Positionen innerhalb der Meinungsindustrie untergebracht..."


Zur Einleitung: Eine Orientierung über den Zionismus in Theorie und Praxis.

Der Staat Israel beruht auf einer Doktrin oder Ideologie, die man als Zionismus bezeichnet. Ohne Zionismus kein Israel! Die Juden sind noch nicht sehr lange in Palästina. Der Staat Israel, der 1948 ins Leben gerufen wurde, liegt auf arabischem Territorium, wo seit undenklichen Zeiten Palästinenser wohnen. Im Jahre 1917 bildeten die Juden erst 4% der Bevölkerung jenes Gebiets. Mit Gewalt und Terror wurden rund 750'000 Palästinenser vertrieben, die Hälfte des damaligen palästinensischen Volkes. An ihre Stelle traten jüdische Eindringlinge, die grösstenteils aus Europa kamen.

Diese Einwanderung hatte vor der Gründung des Staates Israel massiv eingesetzt und ging danach unvermindert weiter. Die zurückgeblieb-enen Palästinenser sind seither systematisch entrechtet worden und werden von den israelischen Besatzern rücksichtslos unterdrückt. Heute gibt es etwa 5 Millionen Palästinenser. 2,5 Millionen leben unter fremder Besetzung, weitere 2,5 Millionen im Exil.

Der Staat Israel wurde von der UNO über die Köpfe der Palästinenser hinweg anerkannt, ungeachtet aller Proteste von arabischer Seite. Doch besass die UNO überhaupt kein Recht, ein Land oder den Teil eines Landes, das bereits bewohnt ist, einem anderen Volk zu verschenken. Die UNO hat ihre Kompetenzen also ganz klar überschritten, als ihre Mitgliedstaaten unter amerikanischem Druck in einer (übrigens recht knapp ausgegangenen) Abstimmung den jüdischen Staat Israel anerkannten. Später brandmarkten die Vereinten Nationen den Zionismus allerdings als eine Spielart des Rassismus.

Das Israel, welches die UNO damals anerkannte, basierte auf dem Teilungsplan von 1947 und umfasste 57% des palästinensischen Territoriums. Der restliche Teil wurde den Palästinensern zugewiesen. Doch später riss Israel das gesamte palästinensische Territorium in einem Krieg gegen seine arabischen Nachbarstaaten an sich. Ost-Jerusalem sowie die Golanhöhen hat Israel nach dem Sechstagekrieg von 1967 annektiert, in dem es auch den Gazastreifen und die Westjordanbank eroberte.

Diese Gebiete unterstehen israelischer Militärverwaltung, und gegen hunderttausend jüdische Kolonisten haben dort ihre eigenen Siedlungen errichtet. Israel plant, sich auch diese Territorien einzuverleiben, aber Schritt für Schritt, indem es immer mehr Siedlungen baut und mit allen möglichen Mitteln immer mehr Palästinenser aus ihrem Land hinausekelt, so wie man es früher getan hatte, um den Staat Israel zu gründen.

Der Judenstaat hat also den Palästinensern nicht nur ihr Land mittels einer rücksichtslosen Eroberungspolitik geraubt, sondern auch fast die gesamte Weltmeinung missachtet und sich keinen Deut um die Verurteilungen durch die UNO und andere internationale Organisation-en gekümmert. Im Laufe seiner noch kein halbes Jahrhundert währenden Existenz hat Israel fünf Kriege geführt, immer wieder Flüchtlingslager bombardiert, um die 100'000 christliche und muslimische Palästinenser getötet und eine Milliarde Moslems gedemütigt.

Israel ist ein Kleinstaat, ein internationaler Sozialfall mit Kernwaffen, der wirtschaftlich vollkommen von den vielen Milliarden Dollars abhängt, welche er alljährlich vor allem von den USA erhält. Die Amerikaner sind es auch, die dem Land die modernsten Waffen zur Verfügung stellen. Wie ist dies alles möglich?

Die Antwort auf diese Frage lautet schlicht und einfach: der Zionismus! Ursprung und treibende Kraft des Zionismus ist das Judentum, der jüdische oder alttestamentarische Glaube. Dessen tragende Säulen sind in erster Linie folgende Überzeugungen:

l. Die Juden sind das Volk, das Gott unter den Völkern auserwählt hat (2. Moses 19: 5-6).

2. Die Juden haben von Gott das Recht erhalten, das Land anderer

Völker vom Nil bis zum Euphrat zu besitzen (l. Moses 15: 16-21). Damit ist die Errichtung eines Grossisrael für die Juden ein gottgegebenes Recht.
Das erklärt auch, weshalb der heutige Staat Israel niemals eine bindende Erklärung über seine Grenzen abgegeben hat. Israel ist auf immer neue Eroberungen erpicht und betreibt somit ganz zielbewusst Expansionspolitik. Laut Moshe Dayan liegen Israels Grenzen dort, wo die israelische Armee hinreicht!

3. Den Juden wurde von Gott das Recht gegeben, andere Völker innerhalb des ihnen zugesagten Landes auszurotten, zu verjagen und zu versklaven (5. Moses 7: l-9, 16). Selbstverständlich wurde den Juden von Gott auch das Recht erteilt, den Besitz der anderen Völker in dem Land zu übernehmen, das Gott ihnen versprochen hat (5. Moses 6: 10-19).

4. Für Zionisten, deren heilige und verbindliche Schrift die Torah ist

(also die fünf Bücher Mose), bestehen folgerichtigerweise nicht die allergeringsten moralischen Skrupel gegenüber anderen Völkern. Diese existieren eigentlich nur, um ihnen zu dienen und sich ihnen zu unterwerfen. Im 60. Kapitel des Buches Jesaja, das den Titel "Zions zukünftige Herrlichkeit" trägt, sagt der Prophet:

Fremde werden deine Mauern bauen, und ihre Könige werden dir dienen (...) Deine Tore sollen stets offen stehen und weder Tag noch Nacht zugeschlossen werden, dass der Reichtum der Völker zu dir gebracht und ihre Könige herzugeführt werden.

Denn welche Völker oder Königreiche dir nicht dienen wollen, die sollen umkommen und die Völker verwüstet werden. (Jesaja 60: 10-12).

 

(Index)

Israels moralische Wegleiter

Ist aber die Bibel dem modernen Staat Israel und dem Zionismus wirklich so heilig? Schliesslich ist der Zionismus keine fundamenta-listische, sich auf die Bibel berufende religiöse Strömung, sondern eine politische, jüdisch-nationale, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts in einer Epoche des allgemeinen europäischen Nationalismus erstarkte!

Die Antwort auf diese Frage erhält man, wenn man Professor Israel Shahaks Dokumentation "Das Buch vom zionistischen Terror" studiert, das im Oktober 1975 in Israel auf hebräisch publiziert wurde. Drei der wichtigsten Kapitel wurden von Shahak selbst ins Englische übertragen; die betreffende Schrift umfasst 123 Seiten, trägt den Titel "Begin and Co. as they really are" und erschien im September 1977 gleichfalls in Israel. Hier einige besonders aufschlussreiche Auszüge:

Rabbi Tzwi Hacohen Kook ist einer der hervorragendsten und einflussreichsten Rabbiner in Israel und der ganzen Welt. Dies behauptet wenigstens Prof. Israel Shahak, der führende israelische Menschenrechtsaktivist. Rabbi Kooks Wort gilt in höheren israelischen Offizierskreisen sehr viel. Am 31. Dezember 1973 veröffentlichte Ha'aretz unter anderem folgende öffentliche Erklärungen Rabbi Kooks:

"Lassen Sie mich zu Beginn Josua 4: 24 zitieren: Alle Völker auf Erden müssen die Hand des Herrn erkennen, wie mächtig sie ist... Dieses Land gehört uns, absolut, in seiner Gesamtheit. Es ist ein heiliges Erbe von unseren Vorfahren, von unserem Vater Abraham, von unserem Vater Isaak, von unserem Vater Moses."

(Darauf verwies der Rabbi auf folgende Stellen im l. Buch Mose: 12:7, 13:5, 13:7, 15:l8, 17:l8, 35:12, sowie auf 2. Moses 6:8 und 32:13.)

"Aus diesem Grund ist es ein für alle Male sonnenklar, dass es hier so etwas wie arabische Territorien oder arabisches Land nicht gibt, sondern einzig und allein israelisches Land... Dies ist ein Befehl Gottes an unsere Ahnen für unser Leben und unsere Heiligkeit." (Der Rabbi wies anschliessend auf Psalm 102:14 und auf Psalm 46:12 hin.)

"Es ist allgemein bekannt, dass wir die Araber keineswegs von ihren Wohnsitzen in unserem angestammten Heimatland vertrieben haben, dem Land unserer Prophezeiungen und unserer Propheten, unseres Königreiches und unserer Könige, dem Sitz unseres Heiligen Tempels und dem Brennpunkt unseres Einflusses auf die ganze Menschheit; nein, sie selbst, die Araber, sind aus freiem Willen geflohen und haben ihre Wohnsitze im Stich gelassen, sei es aus übertriebener Furcht oder selbstverschuldeter Verwirrung, aus politischer Berechnung, um verzerrte Informationen über ihre Leiden zu verbreiten, indem sie sogenannte Flüchtlingslager schufen, um die Sympathie der Welt zu erschleichen. Wir hingegen bauten das Land dank dem grossartigen Wunder des Herrn weiter auf." Soweit die Worte Rabbi Kooks, zitiert nach Shahak, S. 66-67.

Ein anderer israelischer Moralapostel, Rabbi Abraham Avidan, der zugleich Oberstleutnant und Mitglied des israelischen Generalstabs ist, sagte (laut der israelischen Zeitung Haolam Hazeh vom 15. Mai 1974) in einer Ansprache an höhere Offiziere folgendes:

"Unsere Schriften zeigen klar und deutlich, dass ein Nichtjude, ein Goy, so fortschrittlich und zivilisert er auch sein mag, nicht vertrauens-würdig ist. Man muss stets auf der Hut sein und klar erkennen, dass der gleiche Nichtjude, der auf den ersten Blick als guter Nichtjude erscheinen mag, unsere Feinde aufwiegelt.

Deshalb ist es ganz offenkundig, dass diejenigen, welche dem Feind Beistand leisten oder ihn aufhetzen, genau gleich wie der Feind be-handelt und also getötet werden müssen." (Shahak, S. 69)

In anderem Zusammenhang meinte Rabbi Avidan unter anderem:

"Unter gar keinen Umständen dürfen wir je einem Araber trauen, selbst wenn er den Eindruck erweckt, ein zivilisierter Mensch zu sein." (Shahak, S. 70)

Anderenorts sagte der Rabbi und Oberstleutnant Avidan: "Dem jüdischen Gesetz nach besteht nicht die geringste Verpflichtung, zwischen feindlichen Soldaten und feindlichen Zivilisten zu unter-scheiden ... Im Krieg ist es eine Pflicht, feindliche Zivilisten umzu-bringen, auch solche, die gutmütig und anständig wirken." (Anschliess-end zitierte Avidan den Talmud, wo steht, dass auch Nicht-Juden, die den Herrn gebührend fürchten, umgebracht werden müssen.) (Shahak, S. 70)

Moshe Ben-Zion Ushpizai ist seit einiger Zeit der berühmteste Rabbi Israels. In der Zeitung Yediot Achronot vom 20. Dezember 1974 sagte er u.a. folgendes: "Wie sollen wir die arabischen Terroristen, die palästinensische Plage, bloss besiegen und vernichten? Defätisten und Pessimisten wissen keine Antwort auf diese Frage. Es fehlt ihnen die Hoffnung. Doch wer das jüdische Gesetz studiert hat, für den gibt es nichts, worauf die Bibel keine Antwort weiss ...

Das Gesetz Israels bezieht völlig eindeutig Stellung zu jenen Völkern, die im Lande Kanaan wohnen ... Sie sollen Israels Vieh sein ... Die Bibel auferlegt uns, das Land Israel zu erobern, seine Einwohner auszurotten und es zu besiedeln. Israel kann sich diesem Befehl nicht entziehen, und es ist strengstens verboten, das Land Nichtjuden zu überlassen. In diesem Lande gibt es keinen Platz für andere Völker als das Volk Israel." (Shahak, S. 76-77)

Rabbi Moshe Ben-Zion Ushpizai sagt auch: "Wollen wir den Befehlen des Herrn gehorchen, so gibt es keinen Raum für Kompromisse. Daraus ergibt sich, dass keinerlei Möglichkeit für Verhandlungen oder Friedensverträgen mit anderen Völkern besteht, welche im Land ansässig sind."

Darauf zitiert der Rabbi die Torah, genauer gesagt das 5. Buch Mose, 7:2-3 und 16: Und wenn sie der Herr, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schliessen und keine Gnade gegen sie üben und sollst dich mit ihnen nicht verschwägern; eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen, und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen für eure Söhne.

Du wirst alle Völker vertilgen, die der Herr, dein Gott, dir geben wird. Du sollst sie nicht schonen und ihren Göttern nicht dienen, denn das würde dir zum Fallstrick werden. (Shahak, S. 78)

Um ganz sicher zu sein, dass man ihn auch versteht, fügt der fromme Rebbe noch hinzu: "Wenn wir das Land nicht von den Völkern säubern, die es verunreinigen, so stecken sie uns an. Das lehrt uns die Bibel." (Shahak, S. 78.) Schliesslich ergänzt er noch: "Völker, die Israels Wiedergeburt in diesem Land hemmen, gehören ausgerottet." (Shahak, S. 79.)

Der berühmt-berüchtigte General und Politiker Arik Sharon, der mehr-mals Minister in israelischen Regierungen war, sagte am 26. Mai 1974 in einem Interview mit den Yediot Achronot: "Alle arabischen Terroristen, überall, in Israel und im Ausland, müssen für immer unschädlich gemacht werden. Ich weiss, dass dieser Plan ausgeführt wird, ich habe ihn selbst entworfen und vollstreckt." (Shahak, S. 87)

Sharon, der übelbeleumdete Schlächter von Beirut, aufgrund seiner Mitverantwortung für das Massaker in den Flüchtlingslagern Shabra und Shatila im Sommer 1982 verurteilt, aber nicht bestraft, verdeut-lichte: "Sie müssen getötet werden. Alle Terroristen müssen getötet werden. In dieser Frage gehe ich mit dem Verteidigungsminister völlig einig." (Shahak, S. 88)

Dr. Aharon Davidi, israelischer Akademiker und Fallschirmjäger-general, sagte am 6. Dezember 1974 in der Zeitung Ma'ariv: "Die Araber haben keinen wertvollen Beitrag zur Weltkultur geleistet. Sie haben nichts zustande gebracht. Die Araber sind das unschöpferischste Volk des Erdballs. Sie verkaufen bloss Öl, worin sie keinen roten Heller investiert haben. Sie halten die Welt in ihrem Würgegriff ...

Aus allen Kriegen gegen die Araber ist Israel siegreich hervorge-gangen, und dies wird auch künftig nicht anders sein - immer voraus-gesetzt, wir geben nicht auf. Würden wir kapitulieren, so würde dies zur Gründung eines Palästinenserstaats anstelle Israels führen, und das ist ganz undenkbar." (Shahak, S. 93-94)

In den Yeshiva-Schulen, wo über 10% der israelischen Jugendlichen ihre Ausbildung erhalten, sind die Rabbiner Kook und Avidan Säulenheilige. Dort wird unablässig gepredigt, dass "Israel das gesamte Gebiet zwischen Nil und Euphrat umfasst". In denselben Yeshiva-Schulen werden Gewalt und Krieg als naturgegebene Erscheinungen dargestellt, die israelisches und jüdisches Leben stärken. (Shahak. S. 74/75.)

Dass Israel einer Übermenschenideologie huldigt, die doch angeblich typisch für den Nationalsozialismus war, geht aus den Werken verschiedener zionistischer Autoren deutlich hervor. Beispiele gefällig?

Bitte sehr! Der hochgelobte Schriftsteller Ahad Ha'am schreibt:

"Und so erkennen wir, dass das Ziel einer jeden Existenz darin liegt, einen Übermenschen hervorzubringen. Dies ist ein hervorstechendes, ganz wesentliches Kennzeichen einer überlegenen Nation. Eine solche Nation besitzt Existenzberechtigung. Ihr intellektueller Charakter macht sie lebenstauglicher und kraftvoller als andere Nationen." (Sources de la Pensée Juive Contemporaine, Jerusalem, 1970. S. 49.)

Jener Ahad Ha'am, der von l856 bis 1927 lebte (von 1921 an in Palästina), gilt als "agnostischer Rabbiner". Anno 1910 schrieb er in einem Brief an Judah Magnes: "Meiner Ansicht nach ist unsere Religion von nationaler Art, was bedeutet, dass sie ein Erzeugnis unseres nationalen Geistes ist. Eine Umkehrung dieses Satzes wäre nicht richtig." (ibidem, S. 262.)

David Ben-Gurion, israelischer Premierminister und Führer der Arbeiterpartei, sagte an einer in Jerusalem abgehaltenen Konferenz für amerikanische orthodoxe Rabbiner folgendes: "Das gegenwärtige theokratische System in Israel wird sich zur permanenten Institution entwickeln." (The Jewish Newsletter, l8. September 1961.)

Shulamit Aloni, Mitglied der Knesset und eifrige Widersacherin der auf religiöser Grundlage basierenden Gesetze Israels, meinte: "Die Rabbiner haben in Israel immer mehr an Einfluss gewonnen und benutzen diesen, um das Volk in Unwissenheit zu halten. Je unwiss-ender und abergläubischer das Volk ist, desto stärker wird auch die Priesterkaste." (Aloni-Interview mit Norman Dacey, wiedergegeben in Daceys Buch "Democracy" in Israel, S. 21.)

Aloni sagte sogar: "Jeder Jude, der ein gutes Wort über Jesus zu sagen hat, riskiert, dass ihm die Einreise nach Israel verweigert wird, da der israelische Innenminister die Befugnis hat, jeden, der möglicherweise die Gefühle der Allgemeinheit verletzen könnte, von unserem Land fernzuhalten, ohne dass dieser vor Gericht gegen diesen Entschluss klagen kann." (Yediot Ahronot, 2. Februar 1975, wiedergegeben bei Dacey, S. 39.)

Der bekannte israelische Politkommentator Boaz Evron sagte in der führenden Zeitung Israels: "Zahlreiche führende israelische Politiker vertreten die Überzeugung, dass die arabische Minderheit das Land früher oder später verlassen muss. Ben-Gurion hoffte, die ständigen Schikanen gegenüber den israelischen Arabern würden diese mit der Zeit so zermürben, dass sie freiwillig ihre Koffer packen würden." (Yediot Ahronot, April 1975.)

Meron Benvinisti, Bürgermeister von Jerusalem, erklärte mir atemberaubender Offenheit: "Entweder bleiben wir ein jüdischer Staat und damit undemokratisch, oder aber wir werden ein demokratischer Staat und damit unjüdisch. Wollen wir unseren jüdischen Charakter wahren, was wird dann aus dem arabischen Bevölkerungsteil, der fast die Hälfte unserer Einwohnerschaft ausmacht?"

"Es trifft durchaus zu, dass es keinen Zionismus, keine Ansiedlung von Juden und keinen jüdischen Staat ohne Vertreibung der Araber und Konfiszierung ihres Bodens gibt." (Yeshayahu Ben Porat, Mitglied der Knesset, 1972.)

 

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Was ist der Zionismus?
Was ist der Zionismus? - Eine Mafia, welche die demokratische Meinungsfreiheit mit brutalen Mitteln unterdrückt! Alle Ideologien dürfen offen kritisiert, in Frage gestellt und analysiert werden. Doch gibt es eine Ausnahme: Den Zionismus. Jede tiefgreifende Kritik des Zionismus wird als "Antisemitismus" abgetan, als Judenhass und als Missachtung der Juden als Volksgruppe. Unter diesen Umständen gilt die demokratische Meinungsfreiheit hinsichtlich des Zionismus nicht.

Die Hauptthese der Zionistenpropaganda lautet wie folgt: Israel ist sakrosankt, eine heilige Kuh, an der jedwelche Kritik verpönt ist. Und da Israel eben ein zionistischer Staat ist, darf man dieser umwerfenden Logik zufolge auch den Zionismus nicht kritisch beleuchten. Dieses simple Argument wirkt in der öffentlichen Diskussion äusserst schlag-kräftig, was Israel und seiner Propaganda nur recht sein kann, jedoch einer Schmälerung der demokratischen Meinungsfreiheit gleichkommt.

Die Zionisten und deren oft unkritischen und von wenig Sachkenntnis beleckten Anhänger haben schon früh begriffen, dass, wenn der Zion-ismus in Frage gestellt und kritisch analysiert wird, auch die Existenz-berechtigung Israels ins Wanken geraten muss und die öffentliche Sympathie für die vertriebenen und unterdrückten Palästinenser nur wachsen kann. Dann wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis Israel vollkommen isoliert wäre, und die Katastrophe für die Zionisten wäre perfekt.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass ohne die wirtschaftliche Hilfe aus dem Westen, vor allem natürlich aus den USA, Israel inner-halb eines Jahres den Staatsbankrott anmelden müsste und keinesfalls mehr als Staat mit einer aufgeblähten Militärmaschinerie weiter-existieren könnte. Eine solche Entwicklung gilt es aus zionistischer Sicht selbstredend um jeden Preis zu verhindern. So erklärt sich die Intensität und Durchschlagskraft der Zionistenpropaganda, die sich überdies mittels der diversen jüdischen Lobbys massiver Druck-methoden bedient. Israel darf unter keinen Umständen boykottiert werden wie Südafrika.

Ein hochbetagter Paradegaul der Zionisten ist die Gleichstellung von Antizionismus mit Antisemitismus und Nazismus. In Tat und Wahrheit verhält es sich natürlich umgekehrt: So wie die Juden im Dritten Reich unterdrückt wurden, werden heute die Palästinenser unterdrückt. Der Zionismus ist eine Art Spiegelbild des Antisemitismus; hier spielen die Juden die Rolle der Herrenrasse und die Palästinenser die einer im eigenen Land entrechteten Volksgruppe.

Was ist nun eigentlich der Zionismus, den man aufgrund der zionistischen Einschüchterung und Propaganda in den Medien nicht kritisieren darf?

1) Der Zionismus ist keinesfalls bloss ein auf den Zionistenstaat Israel begrenzter, lokaler Nationalismus. Wäre dem so, wäre die Gründung Israels nie und nimmer erfolgt, und wenn doch, hätte dieser Staat unter keinen Umständen lange überleben können. Nein, der Zionismus ist eine weltumspannende Ideologie und politische Bewegung, denn die Zionisten heischen von allen Juden der Welt Loyalität gegenüber dem Staat Israel.

Dies wird den Juden aller Länder unermüdlich eingepaukt, unter anderem mittels der Konferenzen der Zionistischen Weltorganisation und des Jüdischen Weltkongresses und diverse andere Treffen, die Jahr für Jahr bald in diesem, bald in jenem Lande durchgeführt werden. Das für viele Juden Tragische an dieser Situation liegt darin, dass der Zionismus sie als eine Art fünfte Kolonne betrachtet und antizionist-ische Juden als Verräter an der nationalen Sache anprangert.

2) Der Zionismus ist kolonialistisch und imperialistisch. Kolonialistisch ist er darum, weil der Staat Israel eine Schöpfung von Juden im Aus-land ist, welche dazu geführt hat, dass die alteingesessene Bevölker-ungsgruppe, die Palästinenser, mit brutalen Mitteln verjagt oder, sofern sie zurückgeblieben sind, als Menschen zweiter Klasse diskriminiert werden. Imperialistisch ist er ebenfalls, weil Israel wirtschaftlich und politisch am Rockschoss der Zionisten in aller Welt, vorab den USA, hängt.

3) Der Zionismus ist eine Politik der Arroganz und der Repression, weil das zionistische Israel konsequent gegen alle UNO-Resolutionen und UNO-Grundsätze verstösst, die gegen sein Vorgehen gerichtet sind. Dabei kann Israel darauf bauen, dass die Judenlobby die USA dazu bringt, Israel zu unterstützen - im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beispielsweise, wo Amerika das Vetorecht innehat. Die politische Macht der Zionisten in den USA ist gut dokumentiert.

4) Die westlichen Medien stehen unter äusserst starkem zionistischem Einfluss. Dies gilt besonders für die amerikanische Film-, Fernseh- und Unterhaltungsbranche, deren Produkte weltweit verbreitet sind. Für Israel ist dies von unschätzbarer Bedeutung, da es stets in leuchtenden Farben geschildert wird - als aus unzähligen grauenhaften Tragödien hervorgegangenes, ständig von hinterlistigen palästinensischen Terroristen sowie von hasserfüllten, gierigen Nachbarstaaten bedrohtes Land: das kleine, heldenhafte Israel, dass in stetem galantem Abwehrkampf gegen allerlei räuberisches Arabergesindel steht.

5) Ein weiterer Dauerbrenner der Zionistenpropaganda ist die ständige Darstellung der Antizionisten als blutrünstige Irre, eine Horde zähnefletschender Judenfresser, die nichts anderes im Sinn haben, als möglichst viele Juden in die Gaskammern zu treiben. Damit haben die zionistischen Propagandaschwindler ihr Hauptziel ereicht, nämlich den Zionismus unter Naturschutz zu stellen und vor jeder kritischen Untersuchung zu bewahren, wobei jeder Antizionist zum Idioten, in Vorurteilen befangenem Wirrkopf oder ganz einfach zum tollwütigen Judenhasser abgestempelt wird.

Ganz im Gegensatz dazu stellen die Zionisten gewissermassen die Krone der Menschheit dar und sind, von ihrer überragenden Intelligenz ganz abgesehen, Muster an Toleranz und leuchtende Vorbilder an Humanität.

6) Der Zionismus ist eine Ideologie und eine Politik, keine Volks-gruppe. Deshalb kann eine noch so scharfe Kritik an ihm keinesfalls mit "Hetze gegen eine Volksgruppe" gleichgesetzt werden, wie es die Zionisten immer tun, wenn ihnen jemand allzu nahe auf den Pelz rückt. Seiner Denkweise nach ist der Zionismus rassistisch, weil in seinem Namen Palästina besetzt und in Israel umbenannt worden ist, um ein Versprechen zu erfüllen, das Gott (Jahve) seinem auserwählten Volk gegeben hat, wobei er laut dem Alten Testament damit den Befehl verknüpfte, die Einwohner jenes Landes, die Stämme Kanaans, zu vernichten oder zumindest zu vertreiben.

In seinen praktischen Auswirkungen hat der Zionismus frappierende Ähnlichkeit mit der Apartheid, weil die Juden in Israel selbst sowie in den von diesem besetzten Gebieten privilegiert sind und die Palästinenser entrechten und schikanieren.

7) Der Zionismus ist eine Art Mafia oder militante, konspirative Freimaurerei, weil er überall auf der Welt die jüdische Bevölkerung im Dienste einer fremden Macht zu organisieren trachtet. Diese Aktivität-en werden hinter den Kulissen betrieben und sind niemals Gegenstand öffentlicher Erörterung. Kritik daran verbitten sich die Zionisten und tun sie mit den üblichen Totschlagevokabeln "Antisemitismus" ab.

Für uns Muselmanen - und wir zählen in Schweden über 75'000 Seelen, mehr als viermal soviel wie die jüdische Gemeinde, wenn man den offiziellen Zahlen trauen darf - ist der Zionismus ein Gegner, eine Herausforderung, der wir uns stellen wollen, um über sie zu triumph-ieren, aber nicht mit Gewalt, sondern durch stetig wachsende Aufklärung und durch den Appell an die Vernunft.

Auch den Zionisten selbst täte es vielleicht ganz gut, wenn sie sich ein wenig besser informieren würden, etwas mehr Selbstkritik an den Tag legen könnten und ihre Vernunft walten liessen, um jene sterile, verkrampfte Form des Zionismus aufzugeben, die der britische Historiker Arnold Toynbee als Fossil in der Ideenwelt und Politik unserer Tage bezeichnet hat.

Israel kann keine Rücksicht auf die Weltmeinung nehmen, wenn es um jüdische Siedlungen auf altem biblischem Land geht. Ariel Sharon, Landwirtschaftsminister, 1977.

 

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Israel - ein Irrtum!

Die Juden behaupten, Palästina sei das Land, das Gott Abraham verheissen habe. Sie behaupten ferner, sie seien nach der ägyptischen Gefangenschaft dorthin ausgewandert und hätten dort ihr Reich gegründet; David und Salomon hätten in Jerusalem geherrscht, und Salomon habe dort seinen gewaltigen Tempel errichtet.

Eigentümlicherweise ist es den Archäologen nie gelungen, irgend-welche Spuren dieses jüdischen Reiches oder des Tempels Salomons zu entdecken. Im Grunde ist dies aber gar nicht so eigentümlich. Die Juden kamen nach der ägyptischen Gefangenschaft nämlich gar nicht nach Palästina, und Salomon hat seinen Tempel nicht in Jerusalem erbaut.

Ein Professor der Amerikanischen Universität Beirut, Kamal Salibi, hat die alte Geschichte Arabiens gründlich erforscht und dabei die Entdeckung gemacht, dass das alte jüdische Reich, das vor der babylonischen Gefangenschaft existierte und im Jahre 587 v. Chr. von den Babyloniern zerstört wurde, nicht in Palästina lag, sondern auf der arabischen Halbinsel, etwas südlich vom späteren Mekka.

Er hat in der Bibel genannte Orte als Ortschaften in diesem Gebiet identifiziert. In der Bibel steht nichts davon, dass der Jordan ein Fluss gewesen sei. Salibi hat nachgewiesen, dass die Rabbiner, die im 8. nachchristlichen Jahrhundert versuchten, den vokallosen alten hebrä-ischen Text zu übersetzen, falsche Vokale zwischen die Konsonanten setzten und dadurch einen ganz fehlerhaften Text erhielten, der in vielen Fällen den Inhalt unverständlich macht.

Auf der Grundlage methodischer Sprachforschung hat Salibi die richtige Bedeutung des Textes herausgearbeitet, und nun stimmte die Geschichte der Bibel völlig mit der Geographie der betreffenden Zone auf der arabischen Halbinsel überein. Der Jordan war kein Fluss, sondern eine Bergkette, welche den Küstenstreifen vom inneren Teil der arabischen Halbinsel trennte.

Die Städte Sodom und Gomorra, welche durch ein Erdbeben zerstört wurden, lagen in einem Vulkangebiet, wo noch l820 Vulkanausbrüche zu beobachten waren. Bisher vertrat man die Ansicht, die beiden Städte seien am Toten Meer in Palästina gelegen, doch in jener Gegend gab es nie Vulkanaktivität. Diese Tatsache - dass das altjüdische, Moses von Gott versprochene Reich nicht in Palästina lag - erklärt, warum dieses Reich in Palästina nicht die allergeringsten archäologischen Spuren hinterlassen hat. Das Land, welches laut Moses für die Juden bestimmt war, lag also überhaupt nicht in Palästina, sondern ganz woanders. Professor Salibis Buch existiert in englischer Sprache unter dem Titel "The Bible came from Arabia".

Die Zionisten sind anderer Meinung:

"Das Interesse der Juden gilt Palästina. Nicht etwa aus religiösen Gründen, oder nicht weil es im Alten Testament erwähnt wird, oder weil das Tote Meer Mineralien und Metalle im Wert von fünf Milliarden Dollar enthält, und auch nicht deshalb, weil der Boden Palästinas ("Eretz Israel") Erdölvorräte bedeckt, die zwanzigmal grösser wären als die vereinten Ölreserven Nord- und Südamerikas - nein, wir Juden sind darum an Palästina interessiert, weil es ein Knotenpunkt zwischen Europa, Asien und Afrika und deshalb von ungeheurer geostrategischer Bedeutung ist. Kurz gesagt: ein militär-strategisches Zentrum für die Weltherrschaft." (Nahum Goldmann, langjähriger Präsident der Zionistischen Weltorganisation, vor dem Zionistischen Weltkongress. 1947)

"Der jüdische Staat muss die Gebiete vom ägyptischen Fluss Nil bis zum Fluss Euphrat umfassen." (Theodor Herzl, Gründer und erster Präsident der Zionistischen Weltorganisation, im Jahre 1904). Der Satz stammt aus Herzls gesammelten Tagebüchern, Teil 2, S. 71l der englischen Ausgabe.

"Ihr müsst unbeugsam und unaufhörlich kämpfen - sei es auf dem Schlachtfeld oder auf dem Feld der Diplomatie - um das israelische Reich zu verwirklichen, das die Gegend vom Nil bis zum Euphrat umfasst." (David Ben Gurion, israelischer Premierminister, 1950 in einer Ansprache an Studenten an der Hebräischen Universität Jerusalem.)

 

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Der biblische Mythos von Palästina

Man hämmert uns unermüdlich ein, mit der Errichtung des Judenstaates Israel seien die Juden in ihre alte Heimat zurückgekehrt - nach zweitausendjähriger Zerstreuung unter fremden Völkern in fremden Ländern überall auf der Welt. Stimmt diese Geschichte denn nun eigentlich? War der 1948 auf palästinensischem Boden errichtete Judenstaat Israel wirklich das Land, wo die Juden ursprünglich gelebt hatten?

Nein, dies ist ein geschichtlicher Mythos, eine weitgehende grobe Verfälschung historischer Tatsachen. Die Juden gehen auf den Stamm Juda zurück, einen der zwölf Stämme Israels, dessen Ahnherr einer der zwölf Söhne Jakobs war, Juda, wie aus dem Alten Testament hervorgeht. Natürlich ist dieses kein sicheres historisches Dokument und keine zuverlässige Quelle. Die Schilderungen der Bibel widersprechen sich in vielen Punkten.

Die Wissenschaft kann lediglich konstatieren, dass es keinen einzigen zeitgenössischen ausserbiblischen Hinweis auf Abraham, Isaak, Jakob und seine zwölf Söhne oder Moses gibt. Kein einziges historisches Dokument erhärtet die Geschichte, dass die Hebräer oder Israeliten als Sklaven im Ägypterland schmachteten, durch die sieben Plagen Pharaos aus dieser Sklaverei errettet wurden, alle Erstgeborenen Ägyptens töteten, die Kostbarkeiten Ägyptens plünderten und darauf durch die Wüste ins gelobte Land zogen, wie es im 2. Buch Mose geschildert wird.

Auch die jüdischen Könige David und Salomon erscheinen in zeitgenössischen Quellen der zahlreichen Nachbarländer nirgends, obgleich es dort im 9. vorchristlichen Jahrhundert eine reguläre Geschichtsschreibung gab. Zu jenem Zeitpunkt, wo Salomon nach der Bibel ein mächtiges Imperium im Nahen Osten begründete, haben keine Zeitgenossen, nicht einmal die Phönizier, das nördliche Nachbarvolk, diese Entwicklung bemerkt.

Obgleich die Bibel doch immerhin berichtet, der Phönizierkönig Hiram habe Architekten und Baumeister ausgesandt, um Salomons Tempel zu errichten, und obgleich doch der gleiche phönizische Herrscher Salomons Flotte baute und in Esjon-Geber lenkte, unweit dem heutigen Eilat beim Golf von Akaba (l. Könige 5:l. Könige 9:26-28.)

Über die Herkunft der Juden heisst es im 16. Kapitel Hesekiel, Vers 3:

So spricht Gott der Herr zu Jerusalem: Nach Geschlecht und Geburt bist du aus dem Lande der Kanaaniter, dein Vater war ein Amoriter, eine Mutter eine Hetiterin. All dies stimmt ja hinten und vorne nicht mit den Geschichten aus den Mosesbüchern überein, denen zufolge die Juden von Abraham, Isaak und Jakob herstammen, ihren Ursprung von Jakobs oder Israels Sohn Judah herleiten und im Ägypterlande in der Sklaverei darbten, worauf sie von dort unter der Führung Moses und Josuas ins gelobte Land Kanaan zogen, die einheimischen Kanaaniter ausrotteten oder verjagten und so weiter.

Nach der üblichen jüdischen Auffassung ist Abraham Stammvater der Juden. Doch er kam aus Ur in Chaldäa, dem heutigen Irak, nicht weit vom Persischen Golf, und dort herrschten die Sumerer, die kein semitisches Volk waren und keine semitische Sprache redeten. Dieser Abraham erhielt einen Befehl vom Herrn, sich in ein Land zu begeben, das er ihm zeigen würde, und vesprach ihm in einem heiligen Bunde, seine Nachkommen würden ein grosses Volk werden und über ein Gebiet herrschen, das sich vom Nil bis zum Euphrat erstreckte, ein Land, in dem bereits zehn verschiedene Völker lebten. (1. Buch Mose 15:18-21)

Abrahams Ehe mit Sarah war kinderlos geblieben. Hingegen hatte er mit der Magd Hagar einen Sohn namens Ismael gezeugt. Abraham zählte schon stolze 99 Jahre, und die Aussicht auf erneuten Nachwuchs war eher gering. Doch der Herr versprach ihm, dass die bisher unfruchtbare Sarah (der Name bedeutet "Fürstin") ihm einen Sohn schenken werde. Ich will sie segnen, und Völker sollen aus ihr werden und Könige über viele Völker. (l. Buch Mose 17:16) Und Sarah ward schwanger.

Doch war der Vater tatsächlich der 99jährige Abraham? In der Bibel heisst es: Der Herr sucht Sara heim, wie er gesagt hatte, und tat an ihr, wie er geredet hatte. Und Sara ward schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn um die Zeit, von der Gott zu ihm geredet hatte ... Hundert Jahre war Abraham alt, als ihm sein Sohn Isaak geboren wurde. Und Sara sprach: Gott hat mir ein Lachen zugerichtet, denn wer es hören wird, der wird Über mich lachen. (1. Buch Mose 21: l-2 und 5-6)

Aus dieser Schilderung ist klar ersichtlich, dass der Herr Isaaks biologischer Vater war und nicht etwa der hundertjährige Abraham. Unter diesen Umständen kann man die jüdische Vorstellung besser verstehen, dass der Herr einen besonderen Bund mit dem Judenvolk schloss und es zu seinem Volke auserkor (2. Buch Mose 19:5-6).

Ein Eckstein des jüdischen Bibelglaubens liegt darin, dass die Juden sich als das von Gott auserwählte Volk betrachten, dem er ein mächtiges, vom Nil bis zum Euphrat reichendes Land versprochen hat. Nun war dieses Land aber schon von anderen Völkern besiedelt, und Gott fordert die Juden aus, diese zu verjagen, zu vernichten oder zu versklaven:

Ich will meinen Schrecken von dir her senden und alle Völker verzagt machen, wohin du kommst, und will geben, dass alle deine Feinde vor dir fliehen. Ich will Angst und Schrecken vor dir her senden, die vor dir her vertreiben die Hewiter, Kanaaniter und Hetiter. Aber ich will sie nicht in einem Jahr ausstossen vor dir, auf dass nicht das Land wüst werde und sich die wilden Tiere wider dich mehren. Einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstossen, bis du zahlreich bist und das Land besitzt.

Und ich will deine Grenze festsetzen von dem Schilfmeer bis an das Philistermeer und von der Wüste bis an den Euphratstrom. Denn ich will dir in deine Hand geben die Bewohner des Landes, dass du sie ausstossen sollst vor dir her. (2. Moses 23: 27-31)

Für die Palästinenser muss eine solche Passage beklemmend wirken, haben sie doch die Auswirkungen des jüdischen Bibelglaubens am eigenen Leib erfahren, nachdem die Zionisten Palästina unterworfen und den expansionslüsternen Judenstaat Israel gegründet haben. Man beachte: auf diesem Bibelglauben beruht der Staat Israel! Ohne die Judenbibel kein Israel! Haben die Mythen und Legenden der Bibel aber irgendeine ethisch bindende Kraft oder sind sie völkerrechtlich verbind-lich? Natürlich nicht!

 

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Die Judenbibel als Geschichtsbuch

Das Alte Testament, die Judenbibel, wird in Israel als Geschichtsbuch, als Schilderung der jüdischen Vergangenheit eingestuft. Die seriöse Geschichtsforschung hat allerdings schon längst festgestellt, dass die Erzählungen in der Judenbibel eine Sammlung von Sagen und Märchen sind, deren historischer Gehalt herzlich gering ist. Wir haben es hier mit einer systematischen Verfälschung tatsächlicher, in einer Jahrtausende zurückliegenden Vorzeit geschehener Ereignisse zu tun.

Zu welchen Schlüssen die Archäologen gelangt sind, geht aus dem Buch "Fynd in Bibelns länder" ("Funde in den Ländern der Bibel") hervor, das von Magnus Magnusson (Historiker, Archäologe und Rektor der Universität Edinburgh) verfasst wurde und 1977 bei Rabén und Sjögren in schwedischer Sprache erschien. Über den Exodus, den Auszug der Kinder Israels aus dem Ägypterland, der im zweiten Buch Mose geschildert wird, urteilt der Autor:

"Die Bibelforscher haben unendlich viel Mühe investiert, um den geographischen Rahmen der Exodus-Geschichte zu ermitteln, doch haben ihre Anstrengungen lediglich zu Spekulationen geführt, die auf verschiedenen Deutungen der vorhandenen Hinweise fussen. Demnach versuchten manche, den Nachweis zu erbringen, dass die Kinder Israels knietief durch eine seicht Stelle im Mittelmeer wateten, während andere meinen, sie seien durch das Rote Meer gewatet. Dazwischen existieren natürlich allerlei Varianten. Würde man all die vorgeschlag-enen Routen der Kinder Israels bei ihrem Auszug aus Ägypten auf einer Karte darstellen, so ergäbe dies, wie ein witziger Beobachter einmal gesagt hat, den Eindruck, als sei ein betrunkener Tausendfüssler über die Karte getaumelt.

Ein weiteres Problem stellt der Umfang des Exodus dar. Nach dem ersten Kapitel im vierten Buch Mose zählten die 12 Stämme Israels, die am Auszug teilnahmen, nicht weniger als 603'550 Männer im wehrfähigen Alter. Danach müsste die gesamte Auswandererschar über zwei Millionen Menschen umfasst haben, was aber ganz und gar unwahrscheinlich ist. Eine solche Völkermasse hätte niemals 40 Jahre lang in der Wüste überleben können, wie die Bibel behauptet." (S.62)

Kurz gesagt, die ganze Erzählung vom Auszug aus dem Ägypterlande und der vierzigjährigen Wüstenwanderung ist eine reine Legende! Ebenso spekulativ sind nach Magnusson die Vermutungen über den Pharao des Exodus:

"Wenn man annimmt, der Pharao der Gefangenschaft wäre Ramses II, dann wäre der Pharao des Exodus sein Nachfolger Menefta gewesen. Es erweckte nicht geringes Aufsehen im Jahre 1881, als man den einbalsamierten Leichnam jenes Pharao in einem Grab unweit von Deir el-Bahri am linken Ufer des Nil bei Theben entdeckte. Der Fund wies aber auch seine genierlichen Seiten auf. Wenn Menefta im Roten Meer ertrunken war (wie von der Pharao des Exodus behauptet wird), wie kam es da, dass seine sterbliche Überreste in Ägypten bestattet wurden?

Die Fundamentalisten liessen sich damit trösten, dass die Mumie deutliche Spuren von Salz aufwies. Offenbar war die Leiche des Ägypterkönigs nach seinem Ertrinkungstod an Land gespült und dann nach althergebrachter Sitte beigesetzt worden. Der Haken an dieser Erklärung ist bloss, dass bei allen Mumien Salzspuren feststellbar sind, weil zur Einbalsamierung auch eine Phase der Behandlung mit Natrium gehört. Spätere Untersuchungen ergaben, dass die Mumie Meneftas weder mehr noch weniger Salz aufwies als andere.

Auch in anderer Hinsicht eignete sich Menefta verflucht schlecht für den Pharao der Exoduszeit. Er herrschte, wie es scheint, von 1224 bis 121l, und in seinem fünften Regierungsjahr unternahm er einen Feldzug gegen Palästina. Auf der Stele, wo seine Grosstaten verzeichnet wurd-en, sind die von ihm besiegten Feinde aufgelistet:

Kanaan, Askelon, Geser etc. Es ist ein Lobgesang, ein Verzeichnis von Triumphen und nicht von Niederlagen. Eigentümlicherweise finden wir hier die einzige Erwähnung Israels in bisher entdeckten in ägyptischen Quellen. 'Israel ist verwüstet, er hat es nicht besät.'

Menefta hätte sich kaum eines Sieges über das Volk Israel in Kanaan rühmen können, wenn er vorher beim vergeblichen Versuch, sie bei ihrem Zug nach Kanaan aufzuhalten, elendiglich im Roten Meer ertrunken wäre!

Wer die biblische Erzählung von dem Exodus mit dessen offenbaren Widersprüchen gerne rationalisieren will, kann auf eine nunmehr an-erkannte Tatsache hinweisen, nämlich dass die Bezeichnung 'Rotes Meer' auf einer Fehlübersetzung beruht.

Der hebräische Ausdruck ist 'Yam Suf', was nunmehr mit 'Schilfmeer', nicht mit 'Rotes Meer' übersetzt wird, und dies hat zu allerlei Vor-schlägen darüber geführt, wo denn dieses Schilfmeer zu lokalisieren sei. Wenigstens ein Dutzend Stellen längs dem Suezkanal und den mit diesem verbundenen Seen sind vorgeschlagen worden, ohne dass man auch nur eine dieser Theorien verifizieren kann." (S. 63)

Kurz gesagt, auch hier liegt eine krasse Geschichtsfälschung vor, ein Sammelsurium von Sagen und Ammenmärchen!

Die Beschreibung der Bundeslade in sechs Kapiteln des zweiten Buchs Mose ist gleichfalls von blühender Phantasie geprägt:

"In der Bibel wurde die Herstellung der Bundeslade aus Akazienholz sowie der prunkvollen Stiftshütte in nicht weniger als sechs Kapiteln ausgemalt. Dies weist eher auf die kultische Bedeutung dieser Gegenstände als auf die Authentizität der Beschreibung hin. Versuche, die Bundeslade und die Stiftshütte nach der biblischen Schilderung zu rekonstruieren, wie es der Diamantenhändler Moses Levine in fünfzehnjähriger Arbeit unternommen hat, erwiesen sich als so kompliziert und kostspielig, dass man einem Wüstenvolk dergleichen unmöglich zutrauen kann. Vielleicht spielen hier Beschreibungen des Salomontempels mit, der im 10. vorchristlichen Jahrhundert in Jerusalem errichtet worden ist." (S. 69)

Die in der Bibel geschilderten Siege Israels über die arabischen Königreiche Edom, Moab und Ammon im heutigen Jordanien, bei denen die Israeliten von Osten her nach Kanaan, das heutige Palästina, eindrangen, werden nach Magnusson durch keine archäologischen Funde erhärtet (S. 71 - 78).

Zu den Erzählungen des Alten Testamentes betreffs Saul und David meint Magnusson: "Das Verhältnis zwischen Saul und David wird propagandistisch im Sinne Davids dargestellt... Die Volkserzählungen über Heldentaten im Kriege und menschliche Beziehungsdramen sind hier mit dem deutlich erkennbaren Ziel manipuliert worden, David zu verherrlichen und Saul anzuschwärzen. Wir haben es hier mit Sagen zu tun, nicht mit Geschichte". (S. 120)

Ein Volk, das in der Judenbibel kübelweise mit Schmutz übergossen wird, sind die Philister. Die führende israelische Expertin auf dem Gebiet der Kultur jenes Volkes, Doktor Trude Dothan, hat nach Magnusson "eine sehr grosse Achtung vor der hochentwickelten Kultur, die sie nach Kanaan mit sich brachten - eine Kultur, die jene der Israeliten und Kanaaniter überlegen war, und die in schöner Keramik, Gebäuden und einer komplexen sozialen Organisation ihren besonderen Ausdruck fand. Da überrascht es kaum, dass die Israeliten die Philister lange als gefährliche Feinde betracheten und später bitter über sie schrieben." ( S. 127.)

Die Auswirkung der biblischen Propaganda war, dass die Bezeichnung Philister später zum Schimpfwort, zum Synonym für "Spiessbürger" wurde.

Ob der Tempel Salomons eigentlich existiert hat, kann die Forschung nicht ergründen. "Kein Stein, keine Spur ist von diesem legenden-umrankten Bauwerk zurückgeblieben", meint Magnusson (S. 138).

Falls es den Tempel überhaupt gab, war er jedenfalls nicht jüdisch oder israelitisch, sondern kanaanitisch oder phönizisch, denn König Hiram von Tyrus hat Salomon ja mit dem ganzen Baumaterial versehen und ihm die Handwerker für die Errichtung des Tempels zur Verfügung gestellt.

Auch die Flotte Salomons in Esjon-Geber bei Elot an der Küste des Roten Meeres im Lande Edom wurde von Hiram mit kundigen Seeleuten aus seinem Volke versehen, die Salomons Leuten bei der Fahrt nach Ofir folgten, wo sie Gold holten. (1. Buch der Könige 9:26)

Die Klagemauer in Jerusalem ist kein Überrest von Salomons Tempel, wie man uns weismachen will, sondern ein Überbleibsel des Tempels, den Herodes sehr viel später, in der Zeit um Christi Geburt, errichten liess. Herodes wird von den Juden bekanntlich als Tyrann und Vasall der Römer verachtet.

Auf weitere Betrügereien und Verfälschungen im Alten Testament einzugehen, würde den Rahmen dieses Kapitels wohl sprengen. Immerhin sollte noch darauf verwiesen werden, dass die "babylonische Gefangenschaft" wie die meisten Erzählungen der Judenbibel eine reine Legende ist.

Dies geht daraus hervor, dass die grosse Mehrzahl der Juden nach der Eroberung Babylons durch die Perser freiwillig dort blieb, obwohl die Perser den Juden das Recht zugestanden, in ihre Heimat zurück-zukehren. Dazu beweisen viele Dokumente, dass die Juden in Babylonien im Handel sowie im Bankwesen tätig waren - Aktivitäten, die nicht gerade zu "Gefangenen" passen. Übrigens entstand der Hauptteil der Judenbibel, darunter die fünf Bücher Mose oder die Tora, ausgerechnet in der babylonischen Gefangenschaft.

Schliesslich sei noch vermerkt, dass unsere westlichen Übersetzungen des Alten Testaments verzerrt sind. Ein führender jüdischer Bibelexperte, Josef Kastein, sagte 1933 in seinem Buch "History and Destiny of the Jews": "Die Übersetzungen ins Griechische erfolgten, damit die Texte von der griechisch-hellenistischen Kulturwelt verstanden wurden, was zu absichtlichen Verdrehungen und Verfälsch-ungen von Worten und Begriffen führte." Ja, die Zionisten und ihre Anhänger können sich eines reichen Erfahrungsschatzes auf dem Gebiet der Geschichtsfälschung rühmen!

 

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Der Bluff mit den "historischen Rechten"

"Dieses Land ist die historische Heimstatt der Juden" erklärte die Zionistische Weltorganisation in einem Memorandum zur Versaller Friedenskonferenz von 1919. Bei der Proklamierung des Staates Israels am 14. Mai 1948 wurde bekräftigt, die Gründung erfolge "aufgrund der natürlichen und geschichtlichen Rechte" des jüdischen Volkes.

Die These von den "historischen Rechten" ist ein Dauerbrenner der Zionistenpropaganda und wird regelmässig mit dem Mythos vom "gelobten Land" verbunden, dem zufolge die Juden einen gottgegeb-enen Anspruch auf die Herrschaft über Palästina besitzen. (Wer sich für Einzelheiten interessiert, dem sei Roger Garaudys 1983 bei Shoruouk erschienenes Buch "The Case of Israel" empfohlen.)

Beginnen wir mit der Feststellung, dass vor dem 10. vorchristlichen Jahrhundert in der Geschichtsschreibung der nahöstlichen Völker nicht die allergeringsten Hinweise auf die im Alten Testament erwähnten Ereignisse gibt, ebenso wenig, wie sich letztere archäologisch nach-weisen lassen. Dies wird auch von einem Gelehrten wie Pater de Vaux eingeräumt, dem die Anerkennung der "Gültigkeit des Alten Testa-ments" sehr am Herzen liegt. Man könne, meint er, keinerlei klaren Beweise für die Existenz der hebräischen Patriarchen, die ägyptische Gefangenschaft oder die Eroberung Kanaans finden. Wie bereits erwähnt, sind diese alttestamentarischen Erzählungen, Sagen.

Die Vorstellung von Palästina als dem "gelobten Land" fusst einzig und allein auf dem Alten Testament, das manche Gläubige wortwörtlich nehmen. In Tat und Wahrheit war die Geschichte der Hebräer (oder Israeliten) ganz und gar nicht so ruhmwoll und aufregend, wie es uns die Zionisten weismachen wollen.

Ihre Geschichte kann in ihren früheren Epochen kaum deutlich von derjenigen Mesopotamiens, des Hetiterreiches (wo eine indogerman-ische, keine semitische Sprache gesprochen wurde) oder Ägyptens getrennt werden.

Lassen wir archäologische Funde ausser acht, welche das Vorhandensein von Menschen im heutigen Palästina seit rund 10'000 Jahren belegen, und beschränken wir uns auf jene Perioden, die schriftlich dokumentiert sind, so können wir folgendes Schema aufstellen:

1. Die frühere Bronzezeit bis ca. 2000 v. Chr. Aus jener Epoche besitzen wir (besonders seit der Entdeckung der Eblaschriften im Jahre 1976) zahlreiche Beweise für die Existenz einer in Kanaan ansässigen entwickelten Zivilisation, die Völker des westsemitischen Sprachtyps wie Aramäisch, Kanaanitisch und auch Hebräisch umfasste. Von jenen Sprachen war die erstgenannte, das Aramäische, die langlebigste. Sie war zur Zeit Jesu die Umgangssprache in Palästina. (Anmerkung des Übersetzers: noch heute gibt es in Syrien kleine aramäischsprachige Gemeinschaften.)

2. Die durch massive Völkerwanderungen geprägte mittlere Bronzezeit (2200 - 1900 v. Chr.).

3. Es schliesst sich eine neue Periode des "städtischen Lebens" an (1900 - 1500 v. Chr.).

4. Von der Mitte des 15. vorchristlichen Jahrhunderts an war Ägypten die vorherrschende Macht in jenem Gebiet. Die Pharaonen der 18. Dynastie verwandelten Palästina in ein ägyptisches Grenzreich.

Auf dem mächtigen Territorium, das sich vom Nil bis zum Euphrat erstreckt, kam es zu unzähligen Völkerwanderungen, wobei die migrierenden Stämme oft aufeinanderprallten. Als die nomadisierenden Hirtenvölker von Mesopotamien und Transjordanien um das Jahr 2000 nach Kanaan gelangten, fanden sie dort fest ansässige Bewohner vor, die zivilisierten Kanaaniten. Sie kannten das Eisen und hatten ein Alphabet. Die nomadischen Hebräer bildeten auch nach ihrem Übergang zu einer sesshaften Lebensweise keine einheitliche ethnische Gruppe, sondern bloss eine vielen Ethnien. Es verhält sich also durchaus anders, als im Alten Testament geschrieben steht.

Man hat nachweisen können, dass lediglich ein Teil dieser nomadisierenden Hebräer sich in Kanaan niederliessen. Die restlichen wanderten nach Ägypten weiter. Diejenigen, die in Kanaan blieben, übernahmen die Sprache, die Schrift und auch die Religion der Kanaaniten. So um 1400 migrierten sie wie gesagt teilweise nach Ägypten, wahrscheinlich im Windschatten des einfallenden Hyksosvolkes.

Als die Hyksos, ein aus dem Norden stammendes Volk vermutlich indoeuropäischen Ursprungs, aus Ägypten verjagt wurden, kehrten sie zu einer nomadischen Lebensweise zurück. Die Hebräer, welche den Schutz der Hyksos genossen und sich deren vorherrschende Stellung zu Nutzen gemacht hatten, wurden als deren Komplizen allerlei Verfolgungen ausgesetzt. Diese aufrührerische, aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzte und ethnisch keinesfalls homogene Gruppe, deren gemeinsame Grundlage die Feindschaft gegenüber dem Pharao war, floh aus Ägypten. Man nannte sie "Apiru", wovon möglicherweise die Bezeichnung "Hebräer" kommt.

Ungefähr in dieser Form hat sich der sagenumwobene "Exodus" aus dem Ägypterlande wohl abgespielt, der im 2. Buch Mose als blutige Sache geschildert wird, bei welcher Jahve als Massenmörder waltet, um sein Volk aus der Knechtschaft zu erlösen. Die sonst so ergiebigen ägyptischen Quellen schweigen aber über jene Geschehnisse.

Eine der wenigen Erwähnungen des Namens Israel bei den Ägyptern findet sich auf einem Denkmal, das umgefähr aus dem Jahre 1225 stammt. Dieses ist den Triumphen des Pharao Merneptah geweiht.

In Tel-el-Amarna, der von Amenophis IV gegründeten Hauptstadt, hat man etwa 400 Lehmtafeln gefunden. Diese künden von einem lebhaften Briefwechsel zwischen dem Pharao und den ägyptischen Vasallen-fürsten in Palästina und Syrien. Israels Name taucht hier gar nicht auf. Hingegen findet man eine Fülle hochinteressanter Informationen über die grossen Städte in Kanaan und ihre Zwistigkeiten und Streitereien.


Aufgrund des Gesagten kann man feststellen:

1) Die Fakten lassen es in keiner Hinsicht zu, Israel irgendwelche "historischen Rechte" auf Palästina zuzuerkennen. Als die Hebräer als einer von vielen Volksstämmen im Zug der aramäischen Wanderung nach Kanaan gelangten, fanden sie dort fest ansässige Völkerschaften vor: Kanaaniter, Hetiter (in der Gegend des von diesen gegründeten Hebron), Amoniter (um Amon, das heutige Amman), Moabiter (östlich des Toten Meeres) und Edomiter (im Südosten).

Zugleich kam aus dem Agäischen Meer ein anderes Volk, die indogermanischen Philister, die sich zwischen dem Berge Charmel und der Wüste niederliessen. Die Bezeichnung "Palästinenser" rührt etymo-logisch vom Wort "Philister" her. Die heutigen christlichen und muslimischen Palästinenser sind also keinesfalls ausschliesslich arab-ischen Ursprungs, sondern gehen auch auf weitaus ältere ethnische Wurzeln zurück.

Vom 7. nachchristlichen Jahrhundert an kamen die Araber in zunächst geringer Zahl nach Palästina. Sie bekehrten die Mehrzahl der Bevölkerung (darunter übriggebliebene Kanaaniter und Hebräer) zum Islam, vermischten sich mit ihr und brachten ihre eigene Sprache mit. Die arabische Einwanderung war eher ein kulturelles als ein ethnisches Phänomen.

Die ethnischen Grundlagen der Palästinenser sind folglich vielfacher Art; ihre Vorväter waren Kanaaniter, Philister und Araber. Auch die anderen Völker, welche Palästina im Lauf der Geschichte besetzt hielten (Perser, Griechen, Römer und Türken) werden ihre Spuren hinterlassen haben.

Man darf also ruhig sagen, dass die Palästinenser die Ureinwohner jenes Landes waren und es seit bis in graue Vorzeit zurückreichenden Zeiten besiedelten. Hingegen kamen die Juden als Eindringlinge.

2) Wiederholen wir es: Die "Apiru" (Hebräer) waren bloss eines von vielen in Kanaan eingewanderten Völkern. Zu den anderen zählten in chronologischer Reihenfolge Babylonier, Hetiter, Ägypter, Perser, Griechen, Römer, Araber und Türken (auch die Franken und Normannen, die nach den Kreuzzügen im Lande blieben, könnte man noch nennen). Wahrscheinlich kamen die Hebräer im 13. vorchrist-lichen Jahrhundert von Ägypten und liessen sich - teils friedlich, teils nach Eroberungskriegen - in Kanaan nieder.

Aus den sogenannten historischen Büchern des Alten Testamentes wie z.B. den Königsbüchern und den beiden Büchern Samuel geht nicht nur hervor, dass David ein ganz aussergewöhnlich grausamer Räuber-häuptling war (vgl. etwa 2. Samuel 12:29-31), sondern auch ein Condottiere vom Schlag der Renaissance-Condottieri. Er führte Söld-nertruppen an, die sich aus Philistern und Kretern zusammensetzten. Wir kennen ja den Ausdruck "Kreti und Pleti" für "gemischte Gesell-schaft" oder "jedermann". Es handelt sich hier um einen biblischen Ausdruck (im 2. Buch Samuel, 8:18, wird von den fremden Söldnerscharen Davids gesprochen, den Kretern und Philistern, aus denen in der griechischen Übersetzung "Kreti und Pleti" wurden).

David und sein Sohn Salomon nützten die Rivalitäten der beiden damaligen Grossmächte Ägypten und Babylon geschickt aus. Mit seiner Leibgarde aus Kretern und Philistern eroberte David Jerusalem, dessen frühere Einwohner, die Jebusiter, aber weiterhin dort blieben.

David anvertraute das Kommando über ein Drittel seines Heeres dem Philister Ittai aus Gath. Während der Rebellion seines Sohnes Absalom fand David Unterstützung beim Ammoniterprinzen Schobi. David war nie Herrscher eines rein jüdischen Reiches. Er schuf einen multinationalen Staat, in dem viele Religionen gediehen. Davids eigene Ahnin Ruth war Moabiterin, und als David in Not geriet, unterstellte er seine Verwandten der Schirmherrschaft des Moabiterkönigs. Seine Lieblingsfrau Batseba war die Gattin des Hetiters Uria gewesen, den David heimtückisch in den Tod gesandt sandte (2. Samuel 11:3). Mit ihr zeugte er seinen Erben Salomon.

Unter Salomon umfasste das Reich noch mehr Nationen, immer vorausgesetzt, man hält die Bibel für eine zuverlässige geschichtliche Quelle. Salomons sagenhafter Tempel wurde von Phöniziern errichtet, und auch das Baumaterial erhielt er vom Phöniziermonarchen Hiram (1. Könige 5:8).

Auch die Flotte, mit der er nach Ofir fuhr, um Gold zu holen, war von den Phöniziern gebaut worden, und wurde von phönizischen Seefahrern gesteuert (1. Könige 9:27). Salomons zahlreiche Gattinnen gehörten den unterschiedlichsten Völkern an (1. Könige 11: l-3). Wirklich, an diesem Reich Davids und Salomons war nicht allzuviel jüdisch, und dieses alte Reich soll nun als Vorbild für den Judenstaat Israel dienen!

Nach Salomons Ableben wurde das Königreich in zwei Hälften geteilt, Israel im Norden und Juda im Süden. Im Jahre 721 v. Chr. fielen die Assyrier in Israel ein, und anno 587 v. Chr. wurde Juda von den Babyloniern besiegt. Die führende Schicht Judas wurde verschleppt oder zog freiwillig nach Babylonien. Als der Perserkönig Kyros Babylon eroberte, liess er alle Juden heimkehren, welche dies wünschten, doch die meisten blieben in dem nun persisch regierten Babylonien. Anschliessend lebten die Hebräer der Reihe nach unter persischer, griechischer und römischer Herrschaft. Im Jahre 167 v. Chr. fand der Aufstand der Makkabäer gegen den Griechenkönig Antiochos aus der Seleukidendynastie statt.

Nach zwanzigjährigem Kampf gründeten die Makkabäer, ein jüdisches Priestergeschlecht, eine Dynastie, welche auch unter dem Namen der Hasmonäer bekannt ist. Sie ging bald an inneren Streitigkeiten zugrunde.

Anno 63 v. Chr. wurde das von ständigen inneren Wirren geschüttelte Palästina von Gaius Pompeius erobert. Es wurde daraufhin erst in ein Vasallenkönigtum unter Herodes umgewandelt und später in eine römische Provinz. Zweimal kam es zum Aufstand gegen die Römer, doch beide Rebellionen schlugen fehl. Die erste fand im Jahre 70 n. Chr., die andere im Jahre 135 n. Chr. statt.

Nach der Niederwerfung des zweiten Aufstands - an seiner Spitze stand Bar Kochba, der sich unter dem Namen "Sohn der Sterne" zum Messias ausgerufen hatte - wurde auch der Tempel dem Erdboden gleichgemacht. Zum Schicksal des jüdischen Volkes wurde nun die Diaspora, das Exil. Die Juden, die schon lange vor jenen Ereignissen um das ganze Mittelmeer herum sowie in Mesopotamien, dem heutigen Irak, gelebt hatten, lebten nun überall im Römerreich verstreut, auch in Rom selbst. Die jüdische Gesellschaft in Palästina hatte zu existieren aufgehört.

Was bedeutet dies alles für den Herrschaftsanspruch der Juden über Palästina? Die Antwort ist unzweideutig: Die von den Zionisten gebetsmühlenhaft wiederholten Ansprüche auf Palästina sind historisch gesehen null und nichtig. Die Zionisten haben die historischen Fakten systematisch verzerrt und verfälscht, indem sie in ihren eigenen Schulbüchern, die allzu oft mit denen der übrigen westlichen Welt zusammenfallen, nur eine Anzahl mehr oder weniger zweitrangiger Ereignisse hervorheben, die für sie von Bedeutung waren, nämlich:

1. Die Landnahme in Kanaan zu Josuas Zeit, welche von Bibel-forschern in die Zeit um 1200 v. Chr. verlegt wird, in Wirklichkeit aber wohl rund 300 Jahre später stattfand. Diese Plünderungs- und Raub-züge werden dann von den Schriftgelehrten des 6. vorchristlichen Jahrhunderts zu einem "Heiligen Krieg" umgejubelt, der mit einem überwältigenden Sieg geendet haben soll. Mit dieser nachträglichen Geschichtsklitterung verfolgte man natürlich politische Absichten.

2. Die 73 Regierungsjahre Davids und Salomons, Dabei wird natürlich sorgsamst verschwiegen, dass jenes Reich Vasallencharakter hatte und überdies ausgesprochen multinational war.

3. Das Exil in Babylonien und die Heimkehr aus der babylonischen Gefangenschaft. Selbstverständlich wird dabei unter den Teppich gekehrt, dass die meisten Juden dann freiwillig in Babylon geblieben sind.

4. Die gegen das Römerreich gerichteten Aufstände von 66-70 und 132 -135.

In der zionistischen Version der Geschichte Palästinas fehlt der gesamte Rest, als habe sich dort im Laufe in den Jahrtausenden vor der Ankunft der Hebräer und in den nochmals fast zwei Jahrtausenden zwischen der Bar-Kochba-Rebellion und der Gründung Israels im Jahre 1948 nichts von Bedeutung zugetragen! Man muss in der Geschichte schon lange suchen, bis man einen vergleichbaren Fall von Ethnozentrismus findet.

Auf diese Weise wurde also ein folgenschwerer Mythos ins Leben gerufen; man entnahm der gegen fünftausendjährigen Geschichte eines Landes willkürlich ein paar ausgewählte Episoden: Die Einwanderung der Hebräer - nicht aber der anderen Volksstämme! - in Kanaan, das Königreich Davids und Salomons - nicht aber jene vielen anderen Reiche, die dort existiert haben! - und die Rebellionen der Makkabäer und Bar Kochbas - als habe es im Laufe der Geschichte dort keine anderen Aufstände gegeben! Ja, die Geschichte Palästinas, wie sie den Schulkindern in Israel eingetrichtert wird, ist eine Ansammlung von Fälschungen.

Aber auch die "heilige Geschichte" vom "heiligen Land", wie sie in katholischen Katechismuskursen und protestantischen Sonntagsschulen unterrichtet wird, ist gleichermassen bibelzentriert und stützt somit unfreiwillig die zionistische Propagandaversion. Dies führt dazu, dass unzählige Millionen Christen in aller Welt einen Mythos für die lautere Wahrheit halten, einen Mythos, der Entrechtung und Elend für die Palästinenser und eine ständige Bedrohung des Friedens nicht nur im Nahen Osten, sondern im Weltmassstab bedeutet. Diese Mythologie rechtfertigt nämlich auch die territorialen Annexionen sowie die Angriffskriege der Zionisten.

Die Zionisten bereichern ihre Geschichtsfälschungen noch um zwei weiteren Mythen, die wie folgt lauten:

1) Die Juden haben in Palästina dort, wo einst Wüste stand, einen blühenden Garten geschaffen. Damit geht die Legende vom dereinst leeren Lande Hand in Hand, das nun dank den Juden bevölkert ist. "Gebt ein Land ohne Volk einem Volk ohne Land!" hatte der englische Zionist Israel Zangwill (und nach ihm Theodor Herzl) ausgerufen.

2) Das heutige jüdische Volk gehört derselben Rasse an wie die alten Hebräer. Dies rechtfertigt seine "Rückkehr" in die "alte Heimat". - Es kann allerdings, wie wir später aufzeigen werden, keine Rede davon sein, dass die Juden unserer Zeit die Nachfahren der biblischen Hebräer sind.

Als der politische Zionismus, dessen wichtigstes Dokument Herzls 1896 verfasstes Buch Der Judenstaat war, in seine entscheidende Phase trat, wurde völlig ausser acht gelassen, dass Palästina bereits bevölkert war. Die Nichtexistenz des palästinensischen Volkes ist eine der grundlegenden Voraussetzungen für den Zionismus. Dieses Dogma führte dann zu den vielen Verbrechen der Zionisten an den Palästinensern. Wie sagte es doch Golda Meir am 15. Juni 1969 in den Sunday Times? "Es gab kein Volk mit dem Namen 'Palästinenser'. Es verhielt sich keineswegs so, dass es ein palästinensisches Volk gab, das wir dann vertrieben und dem wir sein Land weggenommen haben. Es gab diese Leute einfach nicht."

Wenn diese nichtexistierenden Palästinenser wirklich so unvernünftig sind, Widerstand zu leisten, müssen sie eben zum Teufel gejagt oder abgeschlachtet werden. Zu ernstgemeinten Protesten kann dies ja nicht führen, da man blosse Phantome verjagt oder niedermetzelt. So wird das legitimiert, was wir als Völkermord bezeichnen.

Als Albert Einstein den damaligen Führer der Zionistischen Weltorga-nisation, Chaim Weizmann, fragte, was denn mit den Arabern passieren werde, wenn man das Land den Juden überlassen habe, meinte dieser verächtlich: "Welche Araber? Die spielen doch gar keine Rolle!"

Professor Ben-Zion Dinur, der erste Erziehungsminister des Staates Israel und ein enger Freund Ben-Gurions, schrieb 1954 in seiner Einführung zur von der Zionistischen Weltorganiation publizierten Geschichte der Haganah folgendes: "In unserem Land gibt es nur Platz für Juden. Wir werden den Arabern sagen: Schert euch weg! Wenn sie dieser Aufforderung nicht gehorchen oder Ärger machen, dann jagen wir sie eben mit Gewalt aus dem Land."

Joseph Weitz, früherer Direktor der Schlichtungskommission innerhalb der Jewish Agency, schrieb 1940: "Unter uns muss klargestellt werden, dass es in diesem Land keinen Raum für zwei Völker gibt... Die einzige Lösung ist Eretz Israel, zumindest aber ein araberfreies Westisrael, und dazu bleibt keine andere Möglichkeit, als diese Araber in die Nachbarländer abzuschieben."

Es gilt jedoch zu vermerken, dass ein sehr bekannter zionistischer Pionier, Ascher Ginzberg, der unter dem Namen Ahad Ha'am ("einer aus dem Volk") als äusserst produktiver Literat tätig war, bereits im Jahre 1891 folgendes zu Papier brachte: "Wir im Ausland bilden uns ein, Palästina sei heute fast menschenleer, eine unfruchtbare Wüste, wo jedermann das Land kaufen kann, das er will. Tatsache ist indessen, dass es sich nicht so verhält. In ganz Palästina findet man nur mit Schwierigkeiten arabisches Land, das nicht bebaut ist... Unbebaut sind einzig und allein Dünen und Bergzonen, wo nichts gedeihen kann als vereinzelte Obstbäume, und auch dort nur nach harter Arbeit."

Nein, Palästina war ganz gewiss weder menschenleer noch vernach-lässigt und brach. Es war besiedelt; Obstbau und Landwirtschaft waren in vollem Aufschwung.

 

(Index)

Gottes auserwähltes Volk

Den Palästinensern wurde ihr Land von den Juden gestohlen, weil diese behaupteten, Gottes auserwähltes Volk zu sein, dem Palästina vom Allmächtigen versprochen wurde. Wie verhält es sich nun damit?

Laut dem Alten Testament, der heiligen Schrift des Judentums, sind die Juden Gottes auserkorenes Volk, das "Volk des Herrn". Im 19. Kapitel des 2. Buchs Mose (Verse 3-6) heisst es: Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der Herr rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du nun sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: Ihr habt gesehen, was ich mit dem Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und zu mir gebracht. Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern: denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Köngreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.

Gott hat also einen Bund mit den Kindern Israels geschlossen und dieses Volk vor allen anderen Völkern auserwählt. Dies wird auch im 5. Kapitel des 5. Buch Mose (Verse l-3) unterstrichen: Und Mose rief ganz Israel zusammen und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernet sie und bewahrt sie, dass ihr danach tut. Der Herr, unser Gott, hat einen Bund mit uns geschlossen am Horeb und hat nicht mit unseren Vätern diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier sind und alle leben.

Dass diese Auserwähltheit, diese Überzeugung, Gottes eigenes Volk zu sein, eine herrschende Stellung gegenüber anderen Völkern nach sich zieht, geht u.a. aus dem 26. Kapitel des 5. Buch Mose (Verse 18-19) hervor: Und der Herr hat dich heute sagen lassen, dass du sein eigenes Volk sein wollest, wie er dir zugesagt hat, und alle seine Gebote halten wollest, und dass er dich zum höchsten über alle Völker machen werde, die er geschaffen hat, und du gerühmt, gepriesen und geehrt werdest, damit du dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk seist, wie er zugesagt hat.

Diese Vorherrschaft des auserkorenen Volkes über andere Völker wird im 5. Buch Mose ausdrücklich hervorgehoben. Vers 13 des 28. Kapitels lautet nämlich: Und der Herr wird dich zum Kopf machen und nicht zum Schwanz, und du wirst immer aufwärts steigen und nicht heruntersinken, weil du gehorsam bist den Geboten des Herrn, deines Gottes, die ich dir heute gebiete zu halten und zu tun...

Für jeden Gottesgläubigen, der alle Menschen für Gottesgeschöpfe hält, ist es unerhört anstössig, dass Gott einem bestimmten Volk den Vorzug vor allen anderen Völkern gegeben haben und mit diesem einen besonderen Bund geschlossen haben soll. Doch so steht es gänzlich unmissverständlich und unzweideutig in der Judenbibel, und dazu noch im jüdischen Gesetz, den Büchern Mose. Dort steht auch geschrieben, dass Gott seinem auserwählten Volke gestattet, das Land anderer Völker zu rauben, und nicht genug damit: er erteilt ihm sogar die Erlaubnis, andere Völker mit Stumpf und Stiel auszurotten und so einen Holocaust im wahrsten Sinne des Wortes zu begehen!

Im 5. Buch Mose, 6. Kapitel, Verse 10, 12 und 13, heisst es: Wenn dich nun der Herr, dein Gott, in das Land bringen wird, von dem er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, es dir zu geben - grosse und schöne Städte, die du nicht gebaut hast, und Häuser voller Güter, die du nicht gefüllt hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast - und wenn du nun isst und satt wirst, so hüte dich, dass du nicht den Herrn vergisst, der dich aus Ägypterland, aus der Knechtschaft, geführt hat, sondern du sollst den Herrn, deinen Gott, fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwören.

An anderer Stelle (5. Buch Mose, 7. Kapitel, Verse 16-24) spricht Jahve eine noch deutlichere Sprache:

Du wirst alle Völker vertilgen, die der Herr, dein Gott, dir geben wird. Du sollst sie nicht schonen und ihren Göttern nicht dienen; denn das würde dir zum Fallstrick werden. Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Diese Völker sind grösser als ich. Wie